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Süsser Kaffee, Verteilen von Lebensmitteln und Austausch mit kubanischer Jugendgruppe

Tag 10, 06.02. - von der Reisegruppe (Nina)


Auch am Freitagmorgen herrscht der Wind, die Nacht verlief durchzogen (wortwörtlich, es gibt keine Fensterscheiben in den Fenstern der Unterkünften). Die morgendliche Pilates-Runde wurde in die Kirche verlegt, gefolgt von einem Spaziergang am Strand. Das individuelle Morgenprogramm beherbergte aber auch Mitglieder der Gruppe, die erst zum Frühstück aus den Federn kamen. Die Toaster-Routine hat sich inzwischen eingependelt und die warmen Eier sind wie jeden Tag ein Highlight.


Frisch gestärkt in Matanzas angekommen bekamen wir von Dagoberto eine Einführung in den Zentralplatz der Stadt, Plaza de la Libertad. Umgeben von einem spanischen Kasino, einem Theater, dem Louvre (ehm. Franz. Hotel), einer historischen Apotheke (heute Museum) sowie der obligatorischen Statue des Nationalhelden Jose Marti befand sich zur Freude der Kaffee-Trinker/innen ein hervorragendes Kaffee, wo die Delikatesse „Bonbon“ degustiert wurde. Ein Bonbon ist ein Kaffee mit Kondensmilch, oder in diesem Fall gleiche Teile Kaffee und Kondensmilch. „Süss“ war das Fazit. Die Stadtführung wurde anschliessend vertagt, da wir bereits im Centro Kairos erwartet wurden für die Organisation der Austragung der Mittagessen an bedürftige Menschen.


Delikatesse "Bonbon"
Delikatesse "Bonbon"
Einführung ins Zentrum Matanzas mit Dagoberto
Einführung ins Zentrum Matanzas mit Dagoberto
Einführung ins Zentrum Matanzas mit Dagoberto
Einführung ins Zentrum Matanzas mit Dagoberto
Einführung ins Zentrum Matanzas mit Dagoberto
Einführung ins Zentrum Matanzas mit Dagoberto

In Kleingruppen von 3-4 Personen, immer gemeinsam mit einer freiwilligen Person aus dem Zentrum, wurden Mahlzeiten in isolierte Rucksäcke gepackt und über die ganze Stadt verteilt. Die Freiwilligen besuchen jede Woche die gleichen Personen, um neben der materiellen Unterstützung auch auf persönlicher Eben mit den Menschen auszutauschen. Vom 24-jährigen Miguel zum stillen Ismael, der Primarschullehrerin zum selbst sehr einfach lebenden Pensionierten sind die Freiwilligen genauso divers wie die besuchten Menschen selbst.

Reis, Poulet, eine Suppe und ein kleines Stückli Schweizer Schoggi wurden ca. 20x verteilt an Personen aus der Kirchgemeinde und andere, wo das Zentrum über Hörensagen auf eine Situation aufmerksam gemacht wurde. Zum grossen Teil waren dies pensionierte Personen oder Menschen mit gesundheitlichen Problemen, die Lebensumstände rangierten vom alten Kolonialhaus zur Einzimmerwohnung im Hinterhof. Egal unter welchen Umständen die Begegnungen stattfanden, die Gespräche waren offen und freundlich, die Menschen freuten sich über den Besuch und die Lebensmittel. Auch für uns sind diese Begegnungen eindrücklich, auch wenn die Armut allgegenwärtig ist verdeutlichen diese intimen Einblicke in die Zuhause von Kubanerinnen und Kubanern auf einer anderen Ebene, wie sich Armut und Not auf den Alltag und das Leben auswirken.


Verteilen von Mahlzeiten: Einblicke ins Zuhause von Kubaner/innen
Verteilen von Mahlzeiten: Einblicke ins Zuhause von Kubaner/innen
Verteilen von Mahlzeiten: Freude über den Besuch und den Austausch
Verteilen von Mahlzeiten: Freude über den Besuch und den Austausch

Nach der Rückkehr ins Centro Kairos und gestärkt durch das gleiche Mittagessen durften wir uns mit der Jugendgruppe des Zentrums austauschen. Über uns die Decke, wo gestern noch über ein sehr Suva-konformes Gerüst inkl. entsprechenden Sicherheitsmassnahmen die losen Deckenteile heruntergerissen wurden. Unten, hinter Kirchenbänken, wurde bei einem intensiven „Reise nach Jerusalem“ und anderen Spielen viel gelacht und ein Rundum fröhlicher Nachmittag mit den Jugendlichen (dazu zählen in Kuba alle Personen bis kurz vor 30 Jahren) verbracht. Bei der abschliessenden Abschlussrunde teilte eine Jugendliche mit uns, wie dankbar sie sei für den gemeinsamen Nachmittag, der ihr erlaubte, etwas Abstand von der Realität zu nehmen.


Suva-konformes Gerüst
Suva-konformes Gerüst
Gemeinsames Spielen: Reise nach Jerusalem
Gemeinsames Spielen: Reise nach Jerusalem
Gemeinsame Abschlussrunde
Gemeinsame Abschlussrunde

Diese Realität und das Erlebte an diesem Tag haben auch wir uns nochmals Revue passieren lassen bei der abschliessenden Runde in der Kirche nach dem Abendessen. Die Küchendamen haben uns Kaffee und Tee vor den Altar gestellt, wo wir dem Wind etwas entfliehen konnten und die Eindrücke des Tages geteilt haben.

Was uns allen trotz allem, oder vielleicht gerade deshalb, präsent bleibt von diesem Tag sind die Begegnungen mit den Menschen. Auch wenn die Umstände prekär sind und die Lebensgrundlagen auf so vielen Ebenen fehlen, wir wurden in Zuhause eingeladen von Menschen die sich nicht verstecken und dankbar sind nicht nur für das Essen, sondern auch für die Zuwendung.

 
 
 

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