malerische Karibik-Strände & der Kontrast zur kubanischen Sklaven-Vergangenheit
- Meret Uno
- vor 16 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Tag 8, 04.02. – von der Reisegruppe (Solveig)
Für die Frühaufsteher*innen unter uns startete der Tag um 7 Uhr morgens mit einem Workout am Strand. Belohnt wurden wir dafür mit dem Sonnenaufgang und anschliessendem Schwimmen im Meer. Der Strand mit weissem Sand, Palmen und türkisem Wasser sieht genauso aus, wie man sich Kuba vorstellt. Die Temperaturen sind dafür im Moment ungewöhnlich kalt und anscheinend haben wir gestern die kälteste Nacht seit Messbeginn in Matanzas erlebt.
Nach dem Frühstück gingen wir zur Festung San Severino, die 1693 von versklavten Menschen erbaut wurde. Später war es lange ein Gefängnis, insbesondere für versklavte Menschen die für die Unabhängigkeit gegen die Spanier gekämpft hatten. Heute ist es ein Museum über die Versklavung von Menschen in Kuba und teil der „Slave Route“, ein Projekt das zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Wir setzten uns insbesondere mit der Verknüpfung zwischen der Sklavereigeschichte und den afrokubanischen Religionen auseinander. Die Vermischungen und unterschiedlichen religiösen Praktiken, die die versklavten Menschen nach Kuba brachten und die sich hier weiterentwickeln.



Am Nachmittag machten wir eine kleine Stadtrundfahrt durch Varadero, wo wir vor allem die riesigen Hotelanlagen, Golfplätze und touristische Infrastruktur an den Stränden sahen. Diese Bilder standen in riesigem Kontrast zum Gespräch, das wir danach mit dem Pfarrer führten, in dessen Kirchgemeinde wir hier wohnen dürfen. Er erzählte uns von der Arbeit der Kirche in dieser Community, wie sie mit der religiösen Vielfalt umgehen und wie er seine eigene Aufgabe als Pfarrer und die der Kirche sieht. Es war ein extrem inspirierendes Gespräch, das uns alle tief berührt hat. Deswegen möchte ich den Blog-Eintrag mit zwei Zitaten beenden, die mir aus dem Gespräch geblieben sind.
„How can we be present for the community?“
„We didn‘t come to this community to bring jesus, we came to this community to learn from them.“




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