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Das "plurireligiöse" Kuba

Tag 5 1.02 – von der Reisegruppe (Mandula)


Heute hiessen wir ein neues Mitglied unserer Reisegruppe willkommen! Lea ist zu uns gestossen.


Obwohl wir erst seit kurzem in Kuba sind, fühlte es sich nach vielen Erlebnissen, Informationen und Gefühlen an.

Auch an diesem Tag durften wir von Prof. Ileana Hodges Limonta der Direktorin der CIPS (Centro de Investigaciones Psicologicas y Sociológicas) lernen.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind kubanische Religionen.


An diesem Morgen begleitete sie uns zu der Pilgerstätte der San Lazarus Kirche und erzählte von ihrer Forschung, die sie zu diesem Ort gemacht hat. Sie erzählte uns, wie insbesondere im Dezember viele Menschen zu dieser Kirche pilgern, die ihre Türen auch für Personen offen hat, die von der Gesellschaft oftmals nicht so akzeptiert werden, wie sie sind.


Die Kirche San Lazarus
Die Kirche San Lazarus

Nicht nur im christlichen Glauben spielt San Lazarus eine Rolle, in kubanische Religionen wird San Lazarus zum Teil mit Obaluaye (eine Gottheit/Orisha, die in Yoruba und kubanischen Religionen auffindbar ist) in Verbindung gebracht.


An diesem Beispiel ist es erkennbar, wie Religionen verschiedenen Ursprungs in Kuba ineinander und miteinander leben und sich vermischen und überschneiden.

Oftmals wird von einem „Synkretismus“ in diesem Kontext gesprochen. Prof. Ileana und viele weitere Wissenschaftler*innen kritisieren dieses Konzept.

Nach dem Mittagessen erklärte uns Prof. Ileana in ihrer Vorlesung, dass „Synkretismus“ die Mischung verschiedener Religionen impliziert, was jedoch irreführend ist, da alle Religion von verschiedenen religiösen Traditionen und Vorstellungen beeinflusst wurden und somit alle Religionen „synkretistisch“ sind.

Christentum zum Beispiel wird weltweit in einer faszinierenden Vielfalt ausgeübt. Deshalb geht Prof. Ileana nicht von einem „reinen“ oder „ursprünglichen“ Christentum oder sonstigen Religionen aus. Viel eher geht sie von der „Multireligiosität“ von Kubaner*innen im „plurireligiösen“  Kuba aus.



In ihrem Vortrag erzählte uns Prof. Ileana ausserdem von Religionen und Religiosität in Kuba seit der Kolonialisierung und ihre Rolle in der kubanischen Identitätsbildung. Oftmals wir von „afro-kubanischen“ Personen und „afro-kubanischen“ Religionen gesprochen, sie jedoch spricht von Kubaner*innen und kubanische Religionen.



Am Abend durften wir ein Konzert im Nationaltheater besuchen. Kubaner*innen wie auch Tourist*innen füllten den Konzertsaal. Die Musik könnte als kubanische Musik bezeichnet werden mit Einflüssen aus Jazz und Salsa. Viele der Musiker*innen waren berühmt, was an den bekannten Melodien und dem erfreuten Publikum erkennbar war. Die ganze Performace mit Gesang, Moderation und Tanz war eindrücklich und erfüllte uns mit Heiterkeit.



 
 
 

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