Consejo de las Iglesias
- meretmontandon
- vor 2 Tagen
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Tag 2, 29.01. Nachmittag - von der Reisegruppe (Anna Lotte)

Nach dem eindrucksvollen Vormittag, ging es ebenso eindrücklich weiter. Im „Consejo de las Iglesias“ wurden wir mit den regional angebauten Gemüse, selbst hergestellten Säften (z. B. Sternfruchtsaft) und köstlichen Beilagen, sowie (sehr süßes!) Desert, hochehrwürdig verköstigt. Im Anschluss haben uns Dr. Reinerio Arce & Dra. Patricia Arce Karten von der zum Einen religiösen und zum Anderen familiär, soziologisch/psychologischen Wirklichkeit hier vor Ort (mit beeindruckender englischen Simultanübersetzung von Dagoberto), gezeichnet. Es wurde z. B. hervorgehoben, dass auch vor den Missionar:innen 1898 schon christlicher Glauben praktiziert worden war. Im Vergleich zu 1959, wo viele Pastor:innen nach dem offiziellen Verbot der Religion, die Insel verließen und auch um ihr Leben fürchteten falls sie zurückkämen (was sich im Fall des Vaters des Referierenden jedoch nicht bewahrheitete), ist das Verhältnis zwischen Staat und Kirche(n) heute als kooperativ beschrieben worden. Das „Consejo de las Iglesias“ will den Menschen dienen und in der schwierigen Situation helfen wo sie kann. Als letzte Notiz zur religiösen Situation war es spannend sich ein Bild davon zu machen, wie z. B. das Weihnachtsfest hier erlebt wird: Im Museum morgens hieß es, es werde kein Weihnachten gefeiert. Seit dem Papstbesuch 1970 sei es wieder ein lohnarbeitsfreier Tag, aber darüber hinaus sei der Tag nicht besonders.
Das deckt sich aber weder mit dem, was einige Reisegruppenmitglieder hier selbst erlebt haben, noch mit dem, was uns referiert wurde (= Weihnachten vergleichbar mit unseren Feiern). Also könnte vermutet werden, dass zumindest die nicht christliche Bevölkerung in Kuba tatsächlich anders als wir das u. U. kennen, nicht aus „Gruppenzwang“ die Feierlichkeit mehr oder weniger mitmachen, sondern es eine bewusste Entscheidung für sie gibt.
Das Votum zur familiär/soziologischen Lage hier war eindeutig von der Situation der Poly Krise geprägt. Medizinische, monetäre, energetische, ökologische Engpässe bzw. Katastrophen verstärken die Phänomene der Alltag der kubanischen Bevölkerung (aufgrund von Migration) & der transnationalen Beziehungen, auch innerhalb von Beziehungsgeflechten.
Zwei Zitate die mir in Erinnerung geblieben sind: „We are here to love. We are here to inspire. We are here to support.“
„Families with patriarchal origin have undergone a transformation“

Nach diesem ereignisreichen Tag haben wir am Abend noch, zum Teil sehr übermüdet, ein Konzert des aktuell statt findenden Jazz Festivals besucht & das, ebenfalls durch die ökonomische Krise stark nur touristisch beanspruchte, Barangebot Habanas anschnuppern dürfen.






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