Besuch des Museo de las Bellas Artes
- meretmontandon
- 1. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 23. Feb.
Tag 2, 29.01.2026 - von der Reisegruppe (Nadja)
Mit unserem Dolmetscher Dagoberto auf dem Weg ins Museum

Gleich im Eingangsbereich des Museums ein leerer Kochtopf: eine unendliche Umrundung von Menschen mit leeren Gabeln und Löffeln. Roberto Fabelo, Infinite Round, 2015, Bronze und Aluminum.
Das Museo de las Bellas Artes ist eine sehr grosse Empfehlung und es lohnt sich sehr die Sonderausstellung Roberto Fabelo zu googeln (Exhibitions - The Art of Roberto Fabelo; eine Werkinterporetation hier https://www.artcritic.com/de/roberto-fabelo-die-kunst-der-metamorphose-in-kuba/.
Das Museum will Bildung für alle sein. Leider sind aber einige Räume geschlossen, da sich kaum jemand findet, der für den sehr niedrigen Lohn arbeitet; ausserdem muss Energie gespart werden.
Im Museum hat es unglaublich beeindruckende Werke. Die Kunst ist kubanisch und europäisch geprägt. Der Sowjetische Realismus setzt sich nur in der Plakatkunst durch. Viele Werke zeigen auch kritische Aspekte.

Roberto Fabelo, Machete und Koffer (Originaltitel: Maldito Viaje)
Im Eingangsbereich hängen Roberto Fabelos Kofferstapel, welche von Macheten aufgespiesst sind, zwischen den Köpfen der Besucher: Innen. Die Macheten sind ein zentrales Symbol kubanischer Identität und Wehrhaftigkeit. Sie sind uns später nochmals begegnet als uns unsere wunderbare Museumsführerin über die Identifikation der kubanischer Frau erzählte. Die Machete steht dabei für eine exotische, sinnliche „Mulata“ bzw. für die gesamten Insel als eine Frau.

Der Mann trägt einen Hut, das traditionelle Hemd der Landarbeiter. Seine Attribute sind das Pferd und wiederum die Machete. Hier zeigt sie auf, wie der Maler Carlos Enriquez dieses Bild mitprägt. Im Jahr 1938 zeigt es jedoch auch auf, wie stark der Kontrast zwischen Stadt und Land in jener Zeit war. Die Stadt ein Spielplatz der Korrupten, mit den USA verstrickten, Oberschichten. Die Menschen auf dem Land bitterarm.
Eine Entdeckung ist Wilfredo Lam, der -wie auch die meisten der anderen Künstler: Innen hier- im Schatten der europäischen Künstler stand. Dies obwohl seine Gemälde stark und dynamisch sind. Auf denen taucht Elegua, der Türöffner der Yoruba-Religion, in kubanischer Prägung, wie ein Teufelchen auftaucht. Dies obwohl Lam kein Praktizierender war.

Wilfredo Lam, The Third World
Das Lieblingsbild unserer Führerin ist La annunciación (1963-1964) von Antonia Eririz. Darauf wird die an der Nähmaschine sitzende, arbeitende Maria. Sie wird von einem schrecklichen Engel überfallen und damit wird ihr bisher selbstbestimmtes Leben unterbrochen. Ihr Schrei geht durch den Ausstellungssaal.

Antonia Eiriz: Anunciación (Verkündigung Mariens)

Roberto Fabelo, Liderazgo (Leadership)

Vor dem Werk Sobrevivientes (Überlebende) von Roberto Fabelo.
Video https://www.youtube.com/watch?v=YjSqKuqwfVo der Orginalinstallation 2009 bei der Biennale. Das Werk erinnert an Die Verwandlung von Franz Kafka - und das ist auch in Kuba Standardlektüre.

Unser Museum-Guide Glenda erklärt "Happy peasants" von Carlos Enriquez.

René Portocarrero, Hommage an Trinidad.

Die originalen Textnotizen von Nadja




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