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Guarapo, Flohmarkt, Dia del Amor y Amistad und Noche Cubana

Tag 18, 14.02. - von der Reisegruppe (Nina)


Happy Valentinstag oder Feliz Dia del Amor y Amistad, wie der Tag in Kuba heisst! Ein wichtiger Tag für unsere kubanischen Freunde, denn der Tag der Liebe und Freundschaft wird gross gefeiert. Nicht nur zwischen Paaren, sondern auch unter Freunden, Familie, Bekannten und sogar auf der Strasse wurden uns Glückwünsche zugerufen!


Der Tag begann ausnahmsweise etwas früher, denn direkt nach dem Frühstück brach die rund 25-köpfige Truppe in Richtung der nahegelegenen Zuckerfabrik auf. Auf Schweizer Velos, ersichtlich an den Velovignetten, ging es quer durch San Nicolas auf der Hauptstrasse, ein Spektakel für die Dorfbewohnenden. Allen voran die Pastora Alexandra auf dem Rücksitz des Motorrads!



Die Zuckerfabrik nennt sich heute umgangssprachlich einfach El Central, die umliegende Siedlung eingeschlossen. Offiziell ist die Siedlung jedoch Teil von San Nicolas. Die umliegenden Zuckerrohrfelder wurden ab 1850 in dieser Fabrik verarbeitet, heute wird aber kein Zucker mehr hergestellt sondern lediglich Alkohol.


Ein Jugendlicher aus San Nicolas arbeitet in der Fabrik und versuchte sogar, uns den Eintritt zu ermöglichen. Nach einigem Warten stellte sich aber heraus, dass der Präsident aller Zuckerfabriken von Kuba heute zu Besuch war und wir deshalb nicht eintreten konnten. Also tranken wir direkt neben dem Eingang einen erfrischenden Guarapo, frisch gepressten Zuckrrohrsaft, vom Feld direkt ins Glas.

Anschliessend fuhren wir eine Runde um das Fabrikgelände mit kurzen Fotostops und anschliessend kehrten wir in die Kirche zurück.



Gemeinsam mit Sara, dem Engel der Kirche, stellten wir uns der Herausforderung unserer Koffer: sortieren und organisieren der mitgebrachten Sachen zur Vorbereitung des am Nachmittag stattfindenden Flohmarkts. Gewisse Sachen wurden direkt für Personen auf die Seite gelegt, die von der Kirche unterstützt werden. Alles andere wurde gemeinsam mit den Jugendlichen mit Preisschild betitelt und alles von Regenjacke bis Seife schön zurechtgerückt. Die Preise sind so angepasst, sodass sich die Besuchenden diese leisten können. Der Ertrag kommt wiederum den Together-Projekten zugute.


Langsam füllte sich dann auch der Innenhof mit den Mitgliedern der Gemeinde, denn zur Feier des Tages wurde ein gemeinsames Mittagessen vorbereitet durch unsere genialen Köchinnen. Die Spaghetti-Pfanne wies ca. 1m Durchmesser auf, um die Kleinen und Grossen zu beglücken, begleitet von einem leckeren Stück Cake (kubanische Art, getränkt in Zuckerwasser und mit Marshmellowcreme-Dekor).



Frisch gestärkt ging es auf zum Flohmarkt. Jede Person zog eine Nummer zwischen 1 und 70, um in einem ersten Durchgang ein Kleidungsstück und ein Hygieneartikel zu kaufen. Damit niemand zu kurz kommt, wurden die erste Runde beschränkt, um für alle eine Möglichkeit zum Kauf zu schaffen. Sonnencreme und normale Creme, Regenjacke und Lederjacke, Jeans und Stoffhosen, Rasierer und Ohrringe: alles wurde ausgiebig betrachtet. Selbstverständliche folgte auf die erste Runde noch eine zweite Runde und eine dritte Runde. Kassenchefs Alexandra und Mandula wurden unterstützt durch Modeberater*innen Nadja, Jason und Kathy, sodass jeder und jede zufrieden und glücklich nach Hause ging um sich für den Abend vorzubereiten.


Unsere kleine Gruppe nutzte die kurze Freizeit zwischen Flohmarkt und Noche Cubaa/Feier des Dia del Amor y Amistad zum Tagebuch schreiben, durchs Dorf schlendern oder im Fall von Alexandra und Nina zum Besuch von Eltern von Jugendlichen, die in den Staaten leben. Die Besuche bei Bekannten und Verwandten in San Nicholas ist eine Tradition, die Alexandra seit Jahren pflegt und die immer viel Freude bereitet wenn an die Tür geklopft wird. Selbstverständlich wurde auch Kaffee getrunken!


Im Dunkeln wurde anschliessend die Feier des Abends begonnen. Passend zur Noche Cubana konnten wir uns die kubanische Flagge auf die Wange malen lassen! Der Innenhof der Kirche wurde erleuchtet durch diverse Handy-Taschenlampen, als die Jugendlichen uns zu kubanischer Musik diverse Tanz-Styles zeigten. Getanzt wurde im Anschluss noch viel, zuerst wurde jedoch der „Amigo Secreto“ aufgelöst! Über die vergangenen Tage wurden immer wieder kleine Geschenke gewichtelt von unserem geheimen Freund, welchen wir direkt bei der Ankunft gezogen hatten. Zum krönenden Abschluss wurde im Hof ein paar kurze Worte zur Person gesagt und ein Geschenk überreicht vom Wichtel, ein schöner und lustiger Austausch kam dabei zustande! Direkt im Anschluss wurde die Musik wieder lauter und es wurde getanzt, nur kurz unterbrochen vom obligaten „Schoggi“-Herz, welches wir zum Valentinstag für die Jugendlichen ausbreiteten.


Die Musik wurde leiser, die Jüngeren wurden nach Hause begleitet und die letzten Schweizer Augen suchten auf dem Dach noch Sternschnuppen, bevor es zu kalt wurde und der Tag sein Ende fand.

 
 
 

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