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Fiesta cubana y domingo tranquillo

04.02.2024


Gespannt sitzen wir im Innenhof der «Casa Sara». Es ist für karibische Verhältnisse ein kühler Abend. Doch der Duft nach frischer Pizza, der aus dem Fass-Ofen strömt, erwärmt uns innerlich. In unserer Hand halten wir einen Becher freies Kuba. Der Geräuschpegel nimmt langsam zu! Im Hintergrund ertönen abwechselnd Klassiker der schweizerischen- und der kubanischen Musikszene. Im Vordergrund stehen aber die anregenden und vielseitigen Gespräche zwischen uns Menschen. Die vorhanden Stereotypen gegenüber der anderen Kultur werden langsam weniger. Die Pizza ist offensichtlich lecker, denn sie ist immer wieder von Neuem schnell vergriffen. So nimmt der Abend seinen Lauf.  Mit der Zeit füllt sich die Tanzfläche immer mehr. Doch allzu lange dauert die Fiesta nicht. Denn für alle ist klar: am kommenden Sonntag-Morgen ist nichts mit Ausschlafen! Der culto, der Gottesdienst, steht an. So machen wir kurz vor Mitternacht auf den Weg zurück in die Iglesia.


Nach einer kühlen, aber erquickenden Dusche und dem Frühstück warten bereits viele Kinder im Innenhof der Kirche. Sie warten gespannt auf den Beginn der «Escuela dominical», der Sonntagsschule. Die Kinder hören im Kirchensaal einen Input über Talente und falten anschliessend in Kleingruppen Origami.

Direkt im Anschluss beginnt der Gottesdienst für die erwachsenen Gemeindemitglieder. Die Kirche ist gut gefüllt. In der Predigt greift Alexandra unser Thema Stereotypen auf. Wir singen ein Lied, welches wir in den Tagen vorher geübt haben. Wir werden herzlich begrüsst und stellen uns der Gemeinde vor.  Beim Austausch nach dem Mittagessen sind wir uns einig, dass der Gottesdienst für uns aus individuell unterschiedlichen Gründen sehr berührend war. Gefallen hat uns auch, dass es während dem Gottesdienst verschiedene Teile gab, in welchen die BesucherInnen sich zu Wort melden können. Zum Beispiel um ihren Dank oder ihre Gebetsanliegen mit der Gemeinde zu teilen.


Nach dem Mittagessen brauchen wir eine Siesta! Vielleicht hat die Fiesta am Vorabend doch etwas Nachwehen hinterlassen? Als wir dann aber fürs Nachmittags-Programm bereit sind, regnet es in Strömen. In Kuba bedeutet das, dass das geplante Programm dadurch, im Minimum teilweise ins Wasser fällt.  Manchmal bewahrheiten sich Stereotypen also auch. Gearbeitet wird dann aber trotzdem: In zwei Gruppen richten wir die Garage her und inventarisieren das vorhandene Werkzeug. So ist nun alles «listo», für den Velo-Workshop vom Montag.



Fürs heutige Abendessen machen wir selbst Hafermilch fürs Müesli.

Wie sagt man eigentlich Müesli auf Spanisch?


Text von Lukas

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