Fiesta cubana y domingo tranquillo
- Madeleine Flury
- 5. Feb. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Dez. 2025
Sa, 03. und So. 04. Februar 2024, Text von der Reisegruppe in Kuba, von Lukas
Samstagabend: Gespannt sitzen wir im Innenhof der «Casa Sara». Es ist für karibische Verhältnisse ein kühler Abend. Doch der Duft nach frischer Pizza, der aus dem Fass-Ofen strömt, erwärmt uns innerlich. In unserer Hand halten wir einen Becher freies Kuba (Cuba Libre). Der Geräuschpegel nimmt langsam zu! Im Hintergrund ertönen abwechselnd Klassiker der Schweizer und der kubanischen Musikszene. Im Vordergrund stehen aber die anregenden und vielseitigen Gespräche zwischen uns Menschen. Die vorhanden Stereotypen gegenüber der anderen Kultur werden auf diese Weise sicher langsam weniger. Die Pizza ist offensichtlich lecker, denn sie ist immer wieder von Neuem schnell vergriffen. So nimmt der Abend seinen Lauf. Mit der Zeit füllt sich die Tanzfläche immer mehr.
Doch allzu lange dauert die Fiesta nicht. Denn für alle ist klar: am kommenden Sonntag-Morgen ist nichts mit Ausschlafen! Der "culto", der Gottesdienst, steht an. So machen wir kurz vor Mitternacht auf den Weg zurück in die Iglesia.
Nach einer kühlen, aber erquickenden Dusche und dem Frühstück warten bereits viele Kinder im Innenhof der Kirche. Sie warten gespannt auf den Beginn der «Escuela dominical», der Sonntagsschule. Die Kinder hören im Kirchensaal einen Input über Talente und falten anschliessend in Kleingruppen Origami.


Direkt im Anschluss beginnt der Gottesdienst für die erwachsenen Gemeindemitglieder.
Die Kirche ist gut gefüllt. In der Predigt greift Alexandra unser Thema Stereotypen auf. Wir singen als Schweizer-kubanische Gruppe gemeinsam ein Lied, welches wir in den Tagen vorher geübt hatten.
Von der Kirchgemeinde werden wir im Gottesdienst herzlich begrüsst und wir stellen uns von vorne einzeln der Gemeinde vor.
Beim Austausch nach dem Mittagessen sind wir uns einig, dass der Gottesdienst für uns aus individuell unterschiedlichen Gründen sehr berührend war. Gefallen hat uns, dass es während dem Gottesdienst verschiedene Teile gab, in welchen die Besucher*nnen sich selbst zu Wort melden können. Zum Beispiel um ihren Dank oder ihre Gebetsanliegen mit der Gemeinde zu teilen.
Nach dem Mittagessen brauchten wir eine Siesta! Vielleicht hat die Fiesta am Vorabend doch etwas Nachwehen hinterlassen? Oder die andere Sprache, die vielen neuen Eindrücke.
Als wir dann fürs Nachmittags-Programm bereit sind, regnet es in Strömen. In Kuba bedeutet das, dass das geplante Programm im Minimum teilweise ins Wasser fällt. Manchmal bewahrheiten sich Stereotypen also auch ;-)
Gearbeitet wird dann aber trotzdem: In zwei Gruppen richten wir die Garage her und inventarisieren das vorhandene Werkzeug. So ist nun alles «listo» für den Velo-Workshop am Montag.

Fürs heutige Abendessen machen wir selbst Hafermilch fürs Müesli.
Wie sagt man eigentlich Müesli auf Spanisch?,
(San Nicolás hat nun jedenfalls ein Schweizer Fremdwort, verbunden mit mhhh im Wortschatz.)


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