Ein abenteuerlicher Spaziergang, verbrannter Müll und Freizeit
- janaelinaschelble
- vor 1 Stunde
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Tag 14, 10.02. - von der Reisegruppe (Mandula und Madeleine)
Unser Tag begann mit einem kurzen und heiss ersehnten Spaziergang, der uns zur Presbyterianischen Kirche in Versalles, einem der Stadtteile Matanzas führte. Unser Weg dahin verlief über eine sehr schmale Brücke, von der aus gerade ein paar Fischer Krabben und Krebse aus dem Fluss einfingen, entlang durch ein rurales Quartier am Rande der Stadt. Die Gleise, die durch dieses Quartier verliefen, waren verlassen und von Pflanzen bewachsen. Dann kamen wir an einer neo-klassizistischen Franziskaner Kirche vorbei, die wir natürlich auch von innen sehen wollten. Anstatt dass Weihrauch die Luft erfüllte, zog von der Strasse her ein anderer Rauch hinein: In der Nähe wurde gerade Müll vebrannt. Obwohl das Verbrennen von Müll verboten ist, sahen wir diese Praxis schon mehrmals in Matanzas. Da die Müllabfuhr sehr stark eingeschränkt ist, verbrennen die Menschen den Müll, um ihn zu beseitigen.







Schliesslich kamen wir zu der Presbyterianischen Kirche. Sie steht gegenüber einer Schule, die ehemals ein militärisches Gelände war und aus der uns Schulkinder zuwinkten. In der Kirche wurden wir herzlich empfangen. Wir durften uns im Kirchenraum je eines der Fotos aussuchen, die am Boden verteilt lagen und dazu Fragen stellen. Die Fotos zeigten verschiedene Aktivitäten der Kirche und ihrer Sozialprojekte, wie z.B. eine Sommerschule für Kinder, einen Mittagstisch für vulnerable Personen und Vorbereitungen für christliche Feiertage. Zuletzt durften wir uns noch den Kinder-Spielraum der Kirche und die Terrasse mit Aussicht auf den Hafen ansehen. Danach gab es auch schon Mittagessen, für welches wir ins Seminario zurück gingen.


Am Nachmittag führte uns Dagoberto durch Teile der Stadt, die er uns noch nicht zeigen konnte und schloss die Führung mit der Kathedrale ab. Daraufhin war das Programm beendet und wir erkundeten die Stadt auf eigene Faust.
Perspektive Madeleine:
Es ist erstaunlich wie viele Personen wir in 2 Stunden in der Stadt trafen, die wir an einem Tag in Matanzas (am letzen Freitag) schon kennengelernt hatten. Nur 5 Minuten unterwegs trafen wir die Profesora, welche mit mir und Lea Essen ausgetragen hatte. In einem kleinen Schwatz erzählte sie uns, dass sie gerade mit ihren Schulkindern unterwegs zu einem Museum war.
Am Centro Kairos trafen wir dann David und Lindy, zwei aus der Romandie, die dort mit dem Departement Missionaire arbeiten. Zusammen tranken wir einen Kaffee Bombom - dieser besteht aus drei Schichten: Kondensmilch, Kaffee und Milchschaum. Lindy erzählte uns von ihren vielen Katzen, die sie auf der Strasse aufgreift und (gesund) pflegt und kastrieren lässt.
Nachdem wir uns von ihnen verabschiedeten, liefen wir am Fluss entlang und staunten nicht schlecht: die Mauer, welche am Freitag nur skizzenhaft bemalt war, schmückten nun wunderschöne bunte Malereien. Eine der Künstlerinnen erkannte uns wieder und sofort waren wir in Gespräche verwickelt. Die Malereien stammen von einer internationalen Gruppe, welche in verschiedenen Ländern solche Street Art Projekte durchführt.
All die schönen Begegnungen mit Bekannten und Unbekannten, gaben mir ein Gefühl, als sei ich schon in dieser Stadt zu Hause.


Perspektive Mandula:
Auch wir machten uns auf den Weg einen Kaffee Bombom zu trinken. Dieser süsse Kaffe mit Kondensmilch wurde schnell zum Lieblingsgetränk von vielen unserer Gruppe. An diesem Nachmittag genossen wir es, einen gewissen Alltag und freie Zeit für uns zu erleben, in der wir in einem Café sasses und dann auch noch durch die Stadt spazierten. Dabei war es insbesondere für die Religions-Interessierten unter uns super wertvoll, durch die Strassen zu schlendern und in Ruhe religiöse Symboliken zu entdecken. Unter anderem besuchten wir auch ein Geschäft mit religiösen Objekten.






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