Drei Monate danach

Aktualisiert: Mai 31

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Solothurn blicken drei Monate nach dem Projekt Februar 2020 in Kuba zurück und fassen zusammen, was ihnen an Erfahrungen bleibt und immer noch wichtig ist.

Aline Burren

Ich reiste im Februar 2020 bereits das dritte Mal mit nach San Nicolás in unsere Partnergemeinde. Das erste Mal wollte ich vor allem mitkommen, um die kubanische Kultur kennen zu lernen und zu erleben.

Vorbereitet haben wir uns jeweils als Gruppe, auch das Programm haben wir gemeinsam mit der kubanischen Jugendgruppe geplant. Doch vor dem ersten Mal hatte ich bewusst nicht zu viel zusätzlich vorbereitet, weil ich ohne Vorurteile reisen wollte.

Die kubanische Lebensart hat mich über die Jahre mehr und mehr fasziniert, weil sie so anders ist als unsere in der Schweiz. Es gibt vor allem so viele Dinge, von denen man wissen muss, ob und wo man etwas ansprechen und tun kann und wo nicht.

Was mir immer am meisten gefallen hat, ist die Freude und Dankbarkeit und das positive Denken der jungen Kubanerinnen und Kubaner trotz der Schwierigkeiten und Herausforderungen, die es in ihrem Alltag gibt.

Ich denke, unser Projekt ist den Jugendlichen in Kuba sehr wichtig, vor allem dass es ihr Projekt ist, für das sie selbst entscheiden und selbst Verantwortung übernehmen wollen.

Sehr wichtig ist ihnen, dass sie mit unserer Partnerschaft und ihrem Projekt «Obrando para el Próximo» Menschen in ihrem Dorf unterstützen können, die auf Unterstützung angewiesen sind.

Für mich persönlich ist das interkulturelle Miteinander, der Dialog in diesem Projekt, eine Herausforderung und ein Gewinn. Wir können da viel voneinander lernen. Ich finde es wichtig und gut, sich bewusst zu werden, dass es auf dieser Erde mehr als nur das eigene Land gibt.

Nina Graf

Für mich war es schon die zweite Projektreise. Ich war ein wenig nervös, weil ich die Schweizergruppe weniger gut kannte als im vorangegangenen Jahr und ich unsicher war, ob die Gruppendynamik gleich gut werden würde. Deshalb versuchte ich nicht zu grosse Vorstellungen und Erwartungen zu haben, sondern – richtig kubanisch – mit viel Offenheit und Leichtigkeit zu nehmen was kommt. Umso mehr freute ich mich, wie unglaublich schnell sich die Schweizergruppe mit der Jugendgruppe aus San Nicolás vermischte und sich ein Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl einstellte. Rückblickend ist es für mich genau das, was unseren interkulturellen Austausch so wertvoll macht: Verbundenheit, Leichtigkeit, Offenheit, Akzeptanz, gemeinsames Lernen, Arbeiten und Wachsen.

Beatrice Schwab-Germann

Ich hatte mir erhofft, eine kubanische Realität zu entdecken, wie man sie als Touristin nicht erlebt. Ausserdem wollte ich an diesem Projekt teilnehmen und mit eigenen Augen sehen, wie es funktioniert. Und natürlich wollte ich neue Bekanntschaften knüpfen, mein Leben mit neuen Erfahrungen bereichern.

Zunächst einmal habe ich sicherlich von den Informationen der Solothurner Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus den vergangenen Jahren profitiert: Sie wussten, was man mitnehmen muss und mitbringen kann, an was man denken sollte. Aber ich habe auch Bücher über die kubanische Geschichte und Kultur gelesen, um mich vorzubereiten, was eine sehr gute Idee war. Nichtsdestotrotz war ich überrascht von den (sehr einfachen) Lebensbedingungen - auch derjenigen mit einer guten Ausbildung und einem guten Arbeitsplatz. Gleichzeitig hat es gut getan zu sehen, dass man mit sehr wenig Luxus sehr glücklich leben kann.

Die neuen Kontakte (mit den Kubaner*innen und den Schweizer*innen), die mein Leben seit diesem Aufenthalt bereichern; da sind tiefe Freundschaften entstanden, die auf gelebten Erfahrungen beruhen, wir haben unvergessliche Momente miteinander geteilt.

Janik Lemp

Ich hatte vor der Reise keine genaue Vorstellung von dem, was mich erwarten würde, aber ich konnte mir vorstellen, dass wir in diesen kurzen zwei Wochen sehr viel von Kuba sehen und auch erleben würden.

Ich habe mich, ehrlich gesagt, nicht gut vorbereitet, sondern hatte mir gesagt, dass ich einfach alles auf mich zukommen lassen und das Beste daraus machen würde. Es hat trotzdem gut funktioniert, auch dank des guten Gruppenzusammenhaltes und der grossen Gastfreundschaft.

Ich war sehr überrascht, mit wie viel Liebe wir alle in die Gemeinschaft aufgenommen wurden. Das ganze Projekt hat mir von Anfang an bis zum Schluss gefallen, ob es das Essen, das intensive Zusammensein mit den Kubanerinnen und Kubanern oder die gemeinsame soziale Arbeit war. Ich war am Schluss hin und weg mit meinen Gefühlen, weil wir in dieser kurzen Zeit so viele neue Freundschaften schlossen.

Lara Nigro

Klare Vorstellungen hatte ich vor der Reise nach Kuba gar keine. Zwar half ich bei den Vorbereitungen, doch wusste ich nicht, was mich genau erwartet, weil es das erste Mal für mich war nach San Nicolás mitzukommen. Als die Reise zu Ende ging, war mir dann vieles klar geworden, was ich zu Anfang nicht verstand. Ich bin aber froh, dass ich ohne Vorurteile und ohne grosse Erwartungen in dieses Projekt mitkam. Ich bin dankbar, dass ich bei so einem tollen Projekt teilnehmen konnte. Am besten gefallen hat mir die Kultur und die Einstellung zum Leben der Menschen in Kuba.

Meret Witschi

Was habt ihr vor der Reise gedacht was ihr erleben würdet?

Ich dachte, dass wird viel neues lernen würden über das Land, die Kultur und über die Menschen. Auch das wir sehr spezielle und schöne Momente erleben würden, wenn wir bei fremden Menschen helfen können oder neue Freundschaften knüpfen können.

Ich habe einiges über das Land und über die Kultur gelesen. Und ich hatte mich darauf eingestellt, dass zwei sehr intensive und erlebnisreiche Wochen auf mich zukommen würden und ich war offen dafür.

Ich wusste das Kubaner und Kubanerinnen sehr offen und kontaktfreudig sind doch ich wurde trotzdem davon überrascht, wie herzlich die Menschen uns willkommen geheissen haben und gleich in ihre Gemeinschaft aufnahmen. Auch an die freundschaftlichen Berührungen und Umarmungen gewöhnte man sich schnell und es gehörte dazu.

Mich überraschte auch, dass man nie genug von Bohnen und Reis bekommen konnte. Wir assen es zweimal täglich und ich freute mich immer wieder darüber. Es gibt noch viel mehr das mich überraschte, wie zum Beispiel, wie gut man auch ohne Sprache kommunizieren kann oder auf welch interessanten und teils gefährlichen Transportarten wir umhergereist sind.

Alles hat mir am besten gefallen, die ganze Erfahrung war unglaublich. Doch an einem Moment kann ich mich besonders erinnern, der mir irgendwie sehr positiv eingefahren ist. Als wir die Kirche in Cárdenas besuchten. Die Kirche, die Menschen, die Stimmung, es hatte etwas sehr berührt. Es wurde musiziert, getanzt und Kaffee getrunken und man fühlte sich von Anfang an Teil der Gemeinschaft, dies blieb mir als sehr schöne Erinnerung.

Philippe Burren

Ich war schon das dritte Mal mit dabei in San Nicolás. Wie im vornerein angenommen, war’s schön die Freunde und Freundinnen wiederzusehen, die ich in meinen vier Jahren mit dem Projekt gewonnen habe. Es gab wie die letzten zwei Male viel zu tun: Durch die Woche Häuser neu verkabeln und wieder mit funktionierenden Lampen ausstatten und aufs Wochenende auch mal auf einen Kuba Libre ins Dancing. Beides Kontakte, die nun fehlen, wenn die Uni von Zuhause aus stattfindet und freizeitmässig kaum was offen hat.

Vera Witschi

Vor meiner Reise nach Kuba, hatte ich kaum eine Vorstellung, was mich da erwarten würde. Ich bin froh, habe ich mich ein wenig « kubanisch », heisst spontan, vorbereitet, denn so hatte ich keine grossen Erwartungen und konnte mich auf das Land und die Jugendlichen in San Nicolás voll und ganz einlassen.

Mir ist vor allem die herzliche und offene Art, wie die Kubaner/innen einen aufnehmen und willkommen heissen, sehr geblieben. Auch sonst hinterlässt dieses Projekt bei mir einen bleibenden Eindruck, und es ist eine grosse Chance, hinter die Kulissen von Kuba blicken zu können. Und da gibt es so einiges zu entdecken !

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