Bitte nicht die Touristen
- Sabine

- 20. Feb. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. Dez. 2025
Sa, 17. Februar 2024 - von der Reisegruppe, Text von Nikita

Nach einer, für die meisten sehr kurzen Nacht, nach dem nächtlichen Sportprogramm, standen wir auf. Die meisten von uns waren verkatert, jedoch nur Muskel-Kater vom Volleyball spielen. 😉
Nun ging es erneut alle miteinander auf die Reise mit dem Guagua (Bus). Einmal geschüttelt und nicht gerührt hiellt unser Bus bei der Cueva de Saturno. Eine wunderschöne Höhle mit einem kleinen See am Ende. Die meisten wagten einen Sprung in das kühle Nass. Nach viel Schwimmen und Lachen wurde es langsam Zeit, der schönen Cueva auf Wiedersehen zu sagen. Das Guagua schüttelte uns zu der nächsten Destination; Varadero, das Touristenparadies.
Ich denke, der Fakt, dass an einer Schranke auf der Strasse ein Eintritt für alle Kubaner*innen verlangt wird, welche nach Varadero gehen möchten, sagt viel.
Angekommen begaben wir uns zuerst an den wunderschönen, weissen, sauberen und sicher nicht künstlich angelegten Strand.
Die lang ersehnte Merienda (Zmittag/Snack) wurde während des Eincremens im Schatten verzehrt.
Einige kühlten sich kurz ab, bevor die «Wanderung» zum Zentrum startete.
Nach 15min. erreichten wir den Hauptplatz im Zentrum. Wir kamen uns vor, als wären wir im Europapark im Kubanischen Themenbereich gelandet. Alles ist blitzblank renoviert und Stereotypen wie aus dem Bilderbuch. Oldtimer und Pferdewagen in 1A-Zustand, die als Taxis dienen. Havanna-Club Museen und Läden und vieles mehr.
Wir entschieden uns, etwas zu trinken und andere Tourist*innen zu beobachten. Der Hunger nagte langsam, aber sicher an uns. Unsere Herzen wurden jedoch gebrochen, als wir informiert wurden, das Pizzen erst in 40 Minuten wider hergestellt würden. Demzufolge zogen wir hungrigen "Raubtiere" weiter. Wir freuten uns schliesslich an einem «Taco».
Nun teilten sich die Gruppen etwas auf. Einige spielten Im Wasser Volleyball. Eine andere Gruppe genehmigte sich an einer Bar noch etwas Kühles zu trinken. Da wurden sie von einem Kanadier angesprochen, welcher fragte von wo wir kommen. Er erhielt die Antwort: «von hier» (immerhin waren ja auch zwei Drittel unserer Gruppe aus Kuba). Darauf meinte der Kanadier, er sei jetzt schon 3 Tage in Varadero, er liebe Kuba schon jetzt… Das Gesicht der kubanischen Personen in unserer Gruppe sprach Bände.
Ist Varadero Kuba? Es ist Kuba - aber nicht das echte Kuba. Nicht das Kuba, in dem Kubaner und Kubanerinnen leben. Wer nur Ferien in einem Ressort in Varadero macht, nimmt ein sehr reduziertes Bild von Kuba mit nach Hause. Trotz all dem, was es in Varadero zu kaufen gibt - was es im normalen Kuba nicht gibt - ist uns "unser" Kuba in San Nicolás lieber.
Pünktlich um 17.00 Uhr trafen sich alle beim Guagua, um zurück nach "Hause" in San Nicolas zu fahren. Die Rückfaht war wesentlich ruhiger (Damit ist die Stimmung gemeint, die Strassen wurden nicht besser).
In der Iglesia angekommen fielen wir nach einem kurzen Abendessen alle müde ins Bett.








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